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Etiketten drucken mit Strichcode als Thermotransfer- oder Thermodirektdruck
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Für Strichcodeetiketten (aber auch RFID-Etiketten) ist dies die meist verbreitete Technik
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Das Prinzp des Druckverfahrens Eine Transferfolie (rechts oben) wird mit dem Etikettenmaterial (rechts unten) an der Heizleiste (rot) zusammengedrückt. Die Rolle unterhalb der Heizleiste erzeugt dabei den nötigen Gegendruck und transportiert das Material angetrieben durch einen Elektromotor. Die Heizleiste (meist Keramik mit eingegossenen Heizwendeln) brennt Farbpartikel (bei >80°C) von der Folie auf das Etikett. Die verbrauchte Transferfolie wird dann auf einer Rolle, angetrieben durch einen Motor, wieder aufgespult (links oben). Diese aufgespulte Folie ist dann verbraucht und nicht mehr verwendbar. Der Unterschied zwischen beiden Druckverfahren Bei Thermodirektdruck entfällt die Folie, stattdessen wird temperaturempfindliches Etikettenmaterial benötigt.
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Die vielseitigen Vorteile beider Verfahren - Ausdruck einzelner Etiketten von der Rolle (das ist gerade bei variablen Seriennummern sinnvoll, um ein Vertauschen zu vermeiden) - Verschiedene Etikettengrößen auf einem Drucker verwendbar (nach einem Wechsel des Etikettenmaterials) - Klebeetiketten und Kartonetiketten (ohne Kleber) bedruckbar - Hohe Druckgenauigkeit für Barcodes (je höher die Druckqualität, desto besser und schneller ist der Code lesbar) - Spenden von Etiketten möglich (für Etikettierung kann das Etikett vom Träger automatisch geschält werden) - Je nach Anforderung sind viele verschiedene Etikettenmaterialien erhältlich. - Beschreiben von RFID-Etiketten ist optional ebenfalls möglich (meist UHF-Technologie). Hierfür ist dann im Bereich der Heizleiste ein RFID-Schreib-/Lesekopf integriert. Während der Bedruckung wird der im Etikett integrierte RFID-Chip beschrieben und zur Kontrolle meist nochmals gelesen. Ist der Chip nicht lesbar fährt das Etikett nochmals zurück und wird als fehlerhaft nochmals optisch markiert. Vorteil Thermodirektdruck Es wird keine Transferfolie benötigt (weniger Handling-Aufwand für Verbrauchsmaterial, dafür wird aber Thermoetikettenmaterial aus Spezialpapier benötigt). Es gibt mittlerweile Thermomaterialien mit 10 Jahre Gewährleistung gegen vergilben. alternativ: Vorteil Thermotransferdruck Vielseitige Bedruckung verschiedenster Materialien möglich wie z.B. Papier, Kunststoff, Metall etc.
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Anwendungsgebiete für Thermotransferdruck: Typenschilder für Produkte, Warenauszeichnung im Supermarkt, Blutbeutelkennzeichnung, Etikettierung von Kleidung, Versandaufkleber, VDA-Warenanhänger (kostenlose Vorlage für Laserdrucker), Schmucketiketten, Warenanhänger aus Karton (zur Verwendung mit Versandtaschen),Warenanhänger mit Öse (zur Befestigung mit Kabelbinder oder Draht - da wo kein Etikett klebt z.B. auf öligen Untergründen),Leiterplattenkennzeichnung (hochtemperaturfeste Etiketten, die auch das Lötbad mit ca. 300°C überstehen), sehr dünne Scheckkarten (dünne Scheckkarten auf Endlosträgermaterial, bei dickeren Karten gibt es besonders abgestimmte Scheckkartendrucker, die einzelne Karten ohne Trägermaterial bedrucken können), Direktbedruckung von individuellen Tüten für automatische Produktabfüllung (Tüten als Endlosschlauch, der danach im Prozess verschweißt und abgetrennt wird) und viele weitere... Anwendungsgebiete für Thermodirektdruck Thermoetiketten sind u.a. in der Lebensmittelindustrie verbreitet, wo geringe physikalische Robustheit und Lebensdauer gefordert ist. Im Bereich mobiler Drucker gibt es wenige Anbieter, die Thermotransfer anbieten (Gewicht und hoher mechanischer Aufwand), deshalb ist hier Thermodirektdruck für Etiketten und Belege verbreitet.
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Welcher Drucker kann beide Druckverfahren und ist somit flexibler? Thermotransferdrucker können alternativ thermodirekt drucken. Reinen Thermodirektdruckern fehlt die nötige mechanische Aufwickelmechanik für die Transferfolie und können deshalb nicht für beide Verfahren eingesetzt werden.
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Optionen für eine schnelle und handliche Etikettenabgabe für die Weiterverarbeitung Etikettendrucker können zur leichteren Entnahme der Etiketten mit verschiedenen Optionen ausgestattet werden.
Abreißmodus: Die bedruckten Einzeletiketten fahren mit dem Endlosträgermaterial aus dem Drucker. Zwischen den Etiketten kann das Trägermaterial über eine scharfe Metallkante abgerissen werden (ist Standard)
Abschneidemodus: Ein Messer schneidet zwischen den Etiketten den Träger ab. Dies kann wahlweise auch erst nach mehreren Etiketten programmgesteuert sein. Ein zusätzlicher Vorteil: Sie benötigen theoretisch keine Einzeletiketten auf dem Trägermaterial und können Etiketten abwechselnd in verschiedenen Höhen “vom Stück” schneiden.
Aufwickelmodus: Etiketten werden gedruckt und auf einer zweiten Spindel im Drucker gleich wieder auf eine Rolle gewickelt.
Spendemodus: Die Etiketten fahren aus dem Drucker und das Trägermaterial wird über eine scharfe Kante nach unten abgezogen. Gekopppelt mit der integrierten Lichtschranke fahren die Etiketten immer wieder “abgeschält” nach einer Etikettenentnahme nach. Dies ist auch das Prinzip, wie automatische Etikettieranlagen funktionieren: Das Etikett wird abgeschält, von einem verfahrbaren Stempel mit Unterdruckdüsen aufgenommen und dann per Pressluft auf den Artikel aufgeblasen oder angedrückt.
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Welche Auflösung nutzt man 200, 300 oder 600 dpi und welche laufende Kosten kommen auf einen zu? Je höher die Auflösung ist, desto teuerer sind normalerweise die Heizleisten (oder Druckköpfe). Druckköpfe haben je nach Anwendung eine Laufleistung von 5 - 10 km (kann stark variieren). Eine Nutzung von Thermotransferdruck ist dabei schonender, da sich die Folie über scharfe Stanzkanten des Etiketts legt und diese entschärft. Der Verschleiß ist hauptsächlich durch den permanenten Abrieb des Etiketts auf der Keramik des Heizelements begründet. Gute Transferbänder haben zusätzlich noch eine hauchdünne Silikonschicht als Schmiermittel auf der Rückseite.
Je höher die Auflösung ist, desto besser können Grafiken dargestellt werden. Bei 200dpi sind das 8 Heizelemente (Bildpunkte) pro mm bei 600dpi dementsprechend 24.
Vorsicht ist bei kleinen begrenzten Etiketten für hochauflösende Barcodes geboten Steht man vor der Wahl einen 200 dpi oder 300 dpi Drucker zu kaufen ist manchmal 200 dpi die bessere Wahl: Will man Barcodes mit 5 mil (0,125 mm Strichbreite des dünnsten Striches) zur Verwendung mit einem hochauflösenden Barcodescanner drucken, dann kann man mit 200 dpi genau 0,125 mm breite Striche drucken (1 geheiztes Element) mit 300 dpi gehen aber nur Strichbreiten von 0,083 mm (1 Element) oder 0,166 mm (2 Elemente). Mit 600 dpi können beide Auflösungen erzeugt werden.
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Wie steuert man Thermotransferdrucker vom Lagerverwaltungssystem aus an? Die beste Methode ist direkt über die druckerspezifische Sprache. Auch gibt es für die verschiedenen Drucker auf Windows-basierende Etikettendrucksoftware. Vorsicht ist bei Windows-Treibern oder bei Verwendung von Barcodegrafiken als Erstellungstool geboten. Bei der Verwendung von Barcodegrafiken kann es in Verbindung mit den evtl. niedrigen Auflösungen des Druckers zu Rundungsfehlern kommen. Der Code sieht dann ausgedruckt optisch gut aus, ist aber nicht maßhaltig und kann u.U. nicht gelesen werden.
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Farbiger Druck von Etiketten mit Thermotransfer Thermotransfer ist auf einfarbigen, hauptsächlich schwarzen Druck ausgelegt. Es gibt einzelne farbige Drucker mit 4 Druckköpfen und 4 verschiedenen Farbbändern, dies ist aber aus preislichen Gründen nicht die Masse. Möglichkeiten farbige Etiketten zu erhalten: Sie lassen sich Etiketten auf Rolle z.B. mit Offsetdruck vordrucken (z.B. mit Ihrem Logo) Sie lassen eine Fläche vorbedrucken, die Sie dann mit Thermotransfer wiederum überdrucken z.B. orangefarbene Warnhinweise in der chemischen Industrie. Ein Teil des Etiketts ist orange und Sie drucken in schwarz die benötigten Gefahrenzeichen. Geteilte Transferbänder: An der Thermotransferrolle ist z.B. ein roter Streifen mit 2 cm über die gesamte Lauflänge seitlich mit angeschweißt, mit dem Sie dementsprechend farbig drucken können.
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